4Minute / K-Pop Stars @ HUFS Festival

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„Ich möchte einmal der Hugh Hefner von Südkorea werden“

Es ist kurz nach Mittag. Ich sitze im Kaffee, schlürfe genüsslich an meinem Vanilla Latte und versuche mir gerade einen Überblick über die kommenden Prüfungen und Präsentationen zu verschaffen. Doch da öffnet sich plötzlich die Tür und mein Interview-Partner schreitet herein. Zu behaupten der Raum hätte sich wegen seiner körperlichen Statur abgedunkelt wäre wohl ein wenig übertrieben, trotzdem wirkt Wan Choi inmitten all den Asiaten, wie ein Hühne unter seinesgleichen.

Ich kenne Wan aus der Klasse „Broadcasting Media, Contents&User“. Er war mir von Anfang an aufgefallen, da er jeden Tag seine, in Tupperware rationierten, Menus im Klassenzimmer verspeiste und diese anschliessend immer mit einem Protein-Shake herunterspülte. Es war ausserdem mühsam wenn man im  Unterricht hinter ihm sitzen musste, da man dann aufgrund seines breiten Rückens, fast nicht mehr nach vorne sah. So kamen wir eines Tages ins Gespräch. Er zeigte reges Interesse für meinen Blog und für meine Idee koreanische Studenten zu interviewen.

So sitzen wir heute also hier und er beginnt gleich aus dem Nähkästchen zu plaudern. Ich habe keine konkreten Fragen vorbereitet. Das Gespräch soll möglichst offen und unkompliziert verlaufen. Ich merke bald, dass sich dies auszahlt.

Wan ist in Daegu, der viertgrössten Stadt Südkoreas, aufgewachsen. Während er mir seine Jugendzeit als typisch koreanisch (lernen, lernen, lernen) beschreibt, fällt mir auf wie seine Blicke immer wieder abschweifen und er durch das Fenster die vorbeifahrenden Autos beobachtet. Ich spreche ihn darauf an und er erklärt mir, dass er deutsche Autos mag. Besonders Mercedes. Diese würden für ihn die „europäische Macht“ repräsentieren.

Er sei ein ganz normaler koreanischer Teenager gewesen. Seine Eltern seien sehr konservativ und er verbrachte die meiste Zeit damit sich intellektuell weiterzubilden. So kam es auch, dass er die High School als Klassenbester abschloss. Seine Eltern seien sehr stolz auf ihn gewesen. Während er mir dies erzählt, spüre ich, wie eine gewisse Emotionalität in ihm aufkommt.

Nach der Highschool absolvierte Wan den obligatorischen Militärdienst. Dieser dauert in Südkorea ganze zwei Jahre. Im Unterschied zum WK in der Schweiz, ist es den Soldaten nicht erlaubt am Wochenende nach Hause zu gehen. Man ist ständig in einer Basis stationiert und hat pro Jahr lediglich 25 Ferientage zu gute. Es herrscht auch striktes Handyverbot. Nur per Münztelefon kann man einige Minuten mit seinen Liebsten kommunizieren. Wan beschreibt seine Zeit im Militär trotzdem ziemlich positiv. Er habe dort viel fürs Leben gelernt und hat dort auch mit dem Bodybuilding begonnen.

Bodybuilding und das Lernen für die Universität sind heute Wan’s grösste Hobbies. Langsam beginne ich zu realisieren, dass Wan ein spezieller Zeitgenosse ist. Auf die Frage, warum er dann so viel trainiere, hat er eine interessante Antwort parat. Für einen Koreaner habe er kein schönes Gesicht, daher müsse er dies mit einem Astralkörper kompensieren. Ich merke schnell, dass er dies total ernst meint. Zudem hat er einen speziellen Wochenplan, was die Kleidung betrifft. Er trägt jeweils jeden Tag die gleichen Kleider, sprich hat er ein Outfit für den Montag, Dienstag, Mittwoch etc.. Dies tut er, weil er sich nicht jeden Tag überlegen möchte, was er anzuziehen hat. Er möchte diese Energie nicht verschwenden und diese lieber in das tägliche Lernen investieren.

Als ich ihn gegen Ende des Gespräches auf seine Zukunftspläne ansprach, fiel eine weitere, sehr amüsante, Äusserung. Er wolle nach dem Studium schnell eine steile Karriere im Wirtschaftsbereich hinlegen. Sein Ziel sei es, so viel Geld zu verdienen um sich eines Tages eine Villa leisten zu können, die er dann mit einem Dutzend Models bewohnt. „Ich möchte einmal der Hugh Hefner von Südkorea werden“, erzählt er mir in prahlerischer Art und Weise.

Am Schluss des Gespräches wollte ich noch gerne ein Bild von ihm machen, um es auf dem Blog zu posten. Er bat mich jedoch darum dies nicht zu tun. Er stehe nicht gern in der Öffentlichkeit. Irgendwie paradox…

 

Pressefreiheit in Südkorea – Wahrheit oder Märchen?

Nur im vorderen Mittelfeld

Gemäss der aktuellen Rangliste der Pressfreiheit, welche jährlich von der Organisation „Reporter ohne Grenzen“ publiziert wird, liegt Südkorea weltweit auf dem 60. Rang (Total 180). Während Finnland auf dem ersten Platz trohnt, schafft es die doch sehr westlich angehauchte demokratische Republik nur ins vordere Mittelfeld. Ich muss zugeben, dies hat mich doch überrascht und es diente zudem als Anstoss, mich genauer mit dem Verhältnis zwischen Medien, Staat und Politik auseinanderzusetzen. Die Schweiz befindet sich gemäss der Rangliste übrigens nur auf dem 20. Platz. Ein Schelm wer dabei Böses denkt.

Südkoreas Verfassung sieht zwar eine unabhängige Presse vor, trotzdem ist der Einfluss des Staates auf die Berichterstattung deutlich spürbar. Doch drehen wir das Rad der Zeit ein Wenig zurück.

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Sonnenschein-Politik unter Präsident Kim Dae-jung

Der Einfluss der Regierung auf die Medien und die Berichterstattung lässt sich gut anhand der Sonnenschein-Politik unter Präsident Kim Dae-jung (1998-2003) illustrieren. Während dieser Periode, wurde der damalige nordkoreanische Führer Kim Jong-il von den südkoreanischen Medien nicht als Diktator, sondern als „Chairman“ bezeichnet. Nur wenige Journalisten trauten sich über die Menschenrechtsverletzungen oder die Massenvernichtungswaffen des nördlichen Nachbars zu berichten. Die Wenigen, die es taten, wurden als Störenfriede und Brandstifter bezeichnet, welche die Bemühungen für eine friedliche Annäherung zu den verlorenen Brüdern und Schwestern gefährden würden.

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Pyongyang, 15. Juni 2000: Präsident Kim Dae-jung und der ehemalige nordkoreanische Diktator Kim Jong-il treffen sich freundschaftlich

Präsident Kim verbot ausserdem den Besuch des Dalai Lama, dies um die wichtigen wirtschaftlichen Beziehungen zu China nicht zu stören. Auch in diesem Fall berichtete die Presse dementsprechend und vertrat die Standpunkte der Regierung. Es fand kein kritischer Diskurs über den Tibet-China Konflikt statt.

„Wer heute zu kritisch ist, landet im Sportressort“

Auch heute, über 10 Jahre später, ist die Pressefreiheit ein sensibles Thema und aktueller denn je. Im Jahre 2008 berichtete der Journalist Il Jun Song in einer TV-Dokumentation über die Gefahren von Rindfleischimporten aus den USA. Er arbeitete damals für den Rundfunksender MBC (Munhwa Broadcasting Corporation). Nur kurze Zeit später wurde er kaltgestellt. Obwohl er einen anschliessenden Gerichtsprozess gewann, darf er seitdem nur noch kleinere Projekte koordinieren. Ein weiterer Journalist, welcher die Macht der koreanischen Regierung, unter der aktuellen Präsidentin Park Geun-hye zu spüren bekam, ist Keun-Haing Lee. Er arbeitete als investigativer Reporter beim öffentlich-rechtlichen Rundfunksender KBS (Korean Broadcasting System). Weil er die Politisierung seines Senders nicht mehr weiter dulden wollte und aktiv dagegen protestierte, wurde es kurzum ins Sportressort versetzt!

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Kritische Stimmen verbleiben

Il Jun Song und Keun-Haing Lee arbeiten heute beide für den unabhängigen Online -TV-Sender Newstapa. Newstapa ist der grösste verbliebene Player des investigativen und regierungskritischen Journalismus in Südkorea und ist ausserdem der einzige nationale Partner des International Consortium of Investigative Journalists. Dies ist ein internationales Netzwerk mit über 190 investigativen Journalisten, welches in über 65 Ländern vertreten ist. Newstapa berichtet zwei Mal in der Woche über Themen, welche vom Rest der Medienlandschaft nicht abgedeckt werden. Trotzdem gibt es, zu meinem Erstaunen, auch in der Redaktion von Newstapa ein Tabuthema. Es gibt in Südkorea das Gesetz über die nationale Sicherheit. Dieses schreibt im Prinzip vor, dass Nordkorea böse ist. Somit ist es verboten, jegliche Sympathien gegenüber Nordkorea auszudrücken, bzw. zu publizieren. Tut man dies nicht, ist es mit der Freiheit vor Kontrolle durch den Staat auch schnell wieder vorbei.

Seriöser Journalismus oder Revoluzzer?

Als ich mich während meiner Recherchen mit Newstapa auseinandergesetzt habe, habe ich mich einige Male gefragt, ob es sich dabei um seriösen, kritischen und investigativen Journalismus handelt, oder ob es schlicht und einfach eine revolutionäre Bewegung ist, welche versucht mit Verschwörungstheorien Aufmerksamkeit zu erlangen. Diese Frage lässt sich abschliessend nur sehr schwierig beantworten. Unter anderem ist dies darauf zurückzuführen, dass viele Informationen über diese Organisation nur in koreanischer Sprache vorhanden sind. Um meine persönliche Meinung zu vervollständigen und um euch weitere interessante Infos zu liefern, werde ich versuchen mit der Organisation Kontakt aufzunehmen und eventuell einen Interview-Termin zu vereinbaren. Ich kann an dieser Stelle nichts versprechen, doch ich gebe wie immer mein Bestes!

Abschliessend möchte ich noch erwähnen, dass ich mit diesem Beitrag keinerlei Brandstiftung betreiben möchte. Es ist ja nicht so, dass ich mich in einem Land wie Russland, China oder Nordkorea befinde, wo die Medien von der Regierung total instrumentalisiert werden. Eine gewisse Zensur oder „strukturelle Korruption“ findet überall statt. Dies hatte bereits der berühmte französische Soziologe Pierre Bourdieu, in seinem Werk „Über das Fernsehen“ (1996), erkannt. Trotzdem möchte ich versuchen mich kritisch mit dem Thema auseinanderzusetzen. Hoffe euch hat’s gefallen!

Zusätzliche Infos

Hier ein interessanter Artikel der Südddeutschen Zeitung aus dem Jahre 2012. Betrifft das oben erwähnte Gesetz über die nationale Sicherheit und welche Folgen es mit sich ziehen kann, wenn man dagegen verstösst.

http://www.sueddeutsche.de/politik/parodie-auf-propaganda-aus-nordkorea-gericht-bestraft-suedkoreanischen-twitterer-1.1534419

Hier eine Video-Dokumentation von Newstapa über das Fährunglück aus dem Jahre 2014. Ein kritischer Bericht über das Handeln der Regierung während dieser grossen Krise.

Quellen

Pressreference: „South Korea“, unter:

http://www.pressreference.com/Sa-Sw/South-Korea.html (abgerufen am 13.11.2015)

Felix, Lill: „Wer zu kritisch ist, landet im Sportressort“, unter:

http://www.zeit.de/politik/ausland/2014-02/suedkorea-journalismus-newstapa (abgerufen am 13.11.2015)

Der Koreakrieg

Ein Produkt des Kalten Krieges

Als am 25. Juni 1950 die Nordkoreanische Volksarmee über den 38. Breitengrad in den Süden einfiel, bedeutete dies den definitiven Ausbruch des Koreakrieges. Die Invasion des kommunistischen Nordens, unter der Führung von Kim Il-Sung, war der erste Stellvertreterkrieg zwischen der USA und der Sowjetunion während des Kalten Krieges. Der Krieg sorgte international für grosse Beunruhigung, einige befürchteten sogar den Ausbruch des Dritten Weltkrieges. Doch wie konnte es überhaupt so weit kommen?

Teilung nach dem 2. Weltkrieg

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Südkorea unter den beiden Siegermächten, der Sowjetunion und den USA, aufgeteilt. Zuvor befand sich das Land unter japanischer Kontrolle (Annexion 1910), doch da Japan bekanntlich zu den Verlierern des Zweiten Weltkriegs gehörte, musste man die Ansprüche aufgeben. Südkorea wurde am 38. Breitengrad aufgeteilt, sprich es wurde eine Grenze gebildet. Das Gebiet im Norden gehörte zur sowjetischen Besatzungszone, jenes im Süden zur amerikanischen. Die Grossmächte USA, Vereinigtes Königreich und die Sowjetunion hatten ursprünglich sogar die Idee, das Land zu einem vereinigten und unabhängigen Korea zu machen. Auch die Regierung sollte frei gewählt werden können. Doch weil sich die Grossmächte, insbesondere die USA und die UdSSR nicht detailliert einigen konnten und der Kalte Kriegs bereits ausgebrochen war, konnten diese Vorhaben nicht umgesetzt werden. Auch innerhalb Koreas kam es vermehrt zu Spannungen, die Fronten verhärteten sich und so kam es wie es kommen musste…

Stalin gibt Erlaubnis

Als die Nordkoreanischen Truppen die Grenze überschritten und danach einen US-Luftwaffenstützpunkt attackierten, taten sie dies mit der Zustimmung von Josef Stalin. Natürlich musste die USA darauf reagieren. Der US-Botschafter in Südkorea sandte noch am gleichen Tag ein Hilfegesuch an den damaligen US-Präsidenten Harry S. Truman, welcher dann ebenfalls militärische Schritte anordnete.

UNO interveniert

Nach der Invasion durch den Norden, sah sich die internationale Gemeinschaft gezwungen zu reagieren. Der UNO-Sicherheitsrat verurteilte das Vorgehen als Friedensbruch und entsandte darauf militärische Einheiten nach Südkorea. Die Truppen unter dem Kommando von US-General Douglas MacArthur waren zunächst nicht besonders erfolgreich. Bereits am ersten Tag nach dem Kriegsausbruch konnte der Norden drei Südkoreanische Städte erobern und bis Ende Juni 1950 wurde auch Seoul besetzt. Mac Arthur war unzufrieden und verschärfte daraufhin die militärischen Einsätze. Er liess unter anderem Napalm-Kanister auf feindliche Truppenansammlungen abwerfen und errichtete ausserdem eine Seeblockade. Schliesslich konnte Seoul aber von den Amerikanern zurückerobert werden, die Nordkoreaner gerieten mehr und mehr in Bedrängnis.

China mischt sich ein

China hatte unterdessen wiederholt vor einer Überschreitungen des 38. Breitengrades durch US-Einheiten gewarnt. Weil General MacArthur dies aber weitgehend ignorierte, griff auch der nördliche Nachbar in den Koreakrieg ein und unterstützte die nordkoreanische Seite dermassen erfolgreich, dass die US-Truppen sich teils fluchtartig zurückziehen mussten. Letztlich führte anfangs 1951 eine Offensive mit einer halben Million chinesischer und nordkoreanischer Soldaten dazu, dass Seoul von den US-Streitkräften und vielen Zivilisten verlassen werden musste. Doch bereits im März 1951 konnte diese Stadt wieder zurückerobert werden und die UNO-Truppen rückten bis leicht über den 38. Breitengrad vor. Es begann ein Stellungskrieg, welcher zunehmend erstarrte.

Bis heute kein Friedensvertrag

Die letzte große Schlacht war die Schlacht von Heartbreak Ridge im Herbst 1951, welche beide Seiten mit hohen Verlusten bezahlen mussten. Erst im Juli 1533 kam es zu einem Waffenstillstand. Bis es so weit kam flog die USA noch einige massive Bombardements auf Nordkorea und übte so einen starken Druck aus. Bei diesen Luftangriffen kamen schätzungsweise eine halbe bis eine Million Menschen ums Leben. Ingesamt kamen während dem Koreakrieg 4.5 Millionen Menschen ums Leben. Die Situation ist bis heute angespannt, der Konflikt ist noch lange nicht gelöst. Es existiert zwar der Waffenstillstand, doch bis heute gibt es keinen Friedensvertrag. Und wie labil sich der Waffenstillstand präsentiert, zeigte sich erst kürzlich, als der Konflikt wieder kurz vor einer Eskalation stand –> Artikel aus der NZZ vom 21.08.15

War Memorial of Korea

Ich habe kürzlich das War Memorial of Korea in Seoul besucht. Es dokumentiert die Geschichte des Koreakrieges und soll zudem als Gedenkstätte für die gefallenen Seelen dienen. Hier einige Eindrücke von meinem Besuch dort:

The statue of Brothers
The statue of Brothers

Die Statue zeigt einen Südkoreanischen Offizier und seinen jüngeren Bruder, ein Nordkoreanischer Soldat. Sie begegnen sich auf dem Schlachtfeld und umarmen sich. Die Statue symbolisiert Versöhnung, Liebe und Verzeihung. Der Riss in der Statue symbolisiert die Teilung von Korea, aber auch die Hoffnung auf eine Wiedervereinigung.

Tower of Korea
Tower of Korea

Der Tower of Korea zeigt ein bronzenes Schwert und einen Baum des Lebens. Das Schwert repräsentiert dabei den „Geist des Krieges“. Der Baum hingegen den Wohlstand und die Friedliebigkeit des Koreanischen Volkes.

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Statues Defending the Fatherland
Statues Defending the Fatherland

Diese Statue zeigt 38 Menschen während des Krieges in verschieden Situationen des Krieges. Soldaten, Verletzte oder Kinder alle mit dem einen Ziel, den Krieg zu überstehen.

Korean War Museum
Korean Memorial of Korea

Hier das Hauptgebäude des Museums. Ausserdem Flaggen von Nationen oder Organisationen, welche im Krieg involviert waren.

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Statuen von gefallenen Südkoreanischen Kriegshelden zieren die Eingangshalle des Museums.

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Gedenkstätte im Inneren des Museums. Es brennen einige Lichter für die Gefallenen.

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Raum der Stille in Gedenken an die Opfer.

Für alle die sich weiter für den Koreakrieg interessieren, hier eine interessante Videodokumentation über die Vorgeschichte und den Verlauf des Krieges:

Back!

Liebe Blogleser,

Zuerst einmal möchte ich mich für meine Abwesenheit in den letzten Wochen entschuldigen! Es standen die Mid-Term Prüfungen an und ich wurde auch noch plötzlich krank. Nun bin ich aber zurück und voller Tatendrang euch weiterhin mit Beiträgen zu unterhalten.

Die letzten Wochen waren ziemlich stressig. Neben den vier grossen Prüfungen in einer Woche hatte ich zudem noch zwei grosse Präsentationen. Wenn es euch interessiert könnt ihr euch die Präsi gerne anschauen, ihr findet diese hier –> Foundations of Group Behavior. In dieser rund 35min Präsentation referierte ich über die Grundlagen des Gruppenverhaltens. Ich habe bisher noch keine Prüfungsresultate erhalten, doch ich denke, die Benotung sollte im Grossen und Ganzen zufriedenstellend sein.

Wenn ich die Prüfungen hier mit denjenigen der HWZ vergleiche, fallen mir einige Unterschiede auf!

  1. Zwei von meinen vier Prüfungen waren eine Art Essays (Aufsätze). Dabei werden mehrere Fragestellungen aufgeworfen und es gilt diese dann in jeweils kurzen Aufsätzen zu beantworten. Ich hatte dafür beide Male drei Stunden Zeit. Ich bin mir diese Art Prüfung eigentlich nur aus dem Deutsch Unterricht gewohnt.
  2.  Die Prüfungsfragen gehen teilweise sehr weit ins Detail. In einer Prüfung wurden einige Fragen über diverse Modelle gestellt. Jedoch  nicht nur Fragen zum Inhalt oder Verständnis des Modells an sich, nein, es wurde auch nach dem Namen des Erfinders des Modells gefragt und in welchem Jahr es erstmals veröffentlicht wurde. Kleine Anmerkung am Rande –> es gibt sehr viele Modelle! An der HWZ geht es mehr darum die Modelle zu verstehen und nicht darum wer diese wann erfunden hat.
  3.  Die Prüfungen hier sind allgemein sehr theoretisch aufgebaut. Es gab nie einen wirklichen Bezug zur Praxis. Keine spannenden Business Cases wie ich es mir gewohnt bin. Ein weiterer Grund um an der HWZ zu studieren!

Ok das wars schon für heute. Morgen schon folgt ein interessanter Bericht über den Koreakrieg, welcher zur Spaltung in Nord- und Südkorea geführt hatte.

Bleibt also dran! 

Digitale Werbung – Leader Südkorea

Die digitale Werbung, insbesondere Smartphone-Werbeflächen, boomt in Südkorea. Gemäss eMarketer.com hat sich das Ausgabevolumen zwischen den Jahren 2013 und 2014 beinahe verdoppelt (siehe Grafik unten). Auch die Prognose für die Zukunft ist klar steigend. Man hat mittlerweile sogar die USA überholt und liegt deutlich über dem weltweiten Durchschnitt.

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Ich persönlich spüre diesen Trend hier deutlich. Möchte ich mit meinem Handy im Internet surfen oder auf Youtube Videos anschauen, erscheint deutlich spürbar mehr Werbung, als wenn ich mich z.B. in der Schweiz befinde.

Trotzdem gibt es andere Länder, welche zwar hinsichtlich der aktuellen Ausgaben für Mobile-Werbung noch nicht mithalten können, jedoch ein grösseres Wachstum der Ausgaben in diesem Bereich aufweisen. Die folgende Grafik zeigt einer Vergleich des Wachstums innerhalb der Asien-Pacific Region. Hier liegt Südkorea nur an dritter Stelle. Vor allem China zeigt momentan hinsichtlich Ausgaben für Mobile-Werbung ein sehr grosses Wachstum. Gemäss der Prognose werden aber ab dem Jahr 2016 Länder wie Indien und Indonesien in diesem Markt boomen.

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Die Digitalisierung der Werbeflächen ist auch in der Schweiz im Trend. Gemäss der Handelszeitung wird die Online-Werbung bis 2020 rasant wachsen. Gemäss dem Artikel werden die digitalen Werbeumsätze auf dem Gebiet der Schweiz 2020 um 57 Prozent über denen des laufenden Jahres liegen.

10 things you can do in Seoul

Hallo zusammen,

Falls ihr auch schon mit dem Gedanken gespielt habt nach Seoul zu kommen, hier meine „Top Ten“ Vorschläge, was es hier zu machen gilt:

  1. N Seoul Tower – die Schönheit der Stadt aus der Vogelperspektive (237m) betrachten.

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2. Auf dem ältesten traditionellen Markt in Korea, dem Namdaemun Markt, einkaufen gehen.

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3. Mit dem Fahrrad am Han-Fluss entlang fahren und ein Picknick geniessen.

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4. Ein K-Pop Konzert besuchen!

5. Die traditionelle koreanische Tracht Hanbok anprobieren.

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6. Ausgehen im Gangnam Viertel und tanzen wie PSY!

7. Die leckeren Snacks wie Ddeokbokki und Kimbap auf dem Food Market probieren.

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Kimbap
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8. Die koreanische Nachspeise, snowflake bingsu, geniessen.

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9. Einen Tagesausflug zur demilitarisierten Zone machen, die als Puffer zwischen Nord- und Südkorea liegt.

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Vielleicht erblickt man ja Onkel Kim?
Vielleicht erblickt man ja Onkel Kim?

10.  Soju (koreanischer Alkohol) trinken und am nächsten Tag ein böses Erwachen haben!

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Medien in Südkorea

Liebe Blogleser,

Wie bereits angekündigt, habe ich mir vorgenommen, die südkoreanische Medienlandschaft genauer unter die Lupe zu nehmen. Was sind die Grundzüge des hiesigen Mediensystems, wie informiert sich die Bevölkerung und wie gestaltet sich das Verhältnis zwischen Medien und Politik? Das sind nur einige der Fragen, die ich während meines Aufenthalts hier beantworten möchte. Da ich bisher noch nicht wirklich intensiv recherchieren konnte, möchte ich heute mit einigen grundlegenden Informationen beginnen.

Dominantes Fernsehen

Die Fernsehanstalten in Korea haben einen sehr grossen Einfluss auf die Bevölkerung. Die beiden grössten Marktplayer sind KBS (Korean Broadcasting System) und MBC (Munhwa Broadcasting Corporation). Während MBC seit 1987 unabhängig ist, bzw. privat geführt wird, ist bei KBS der Einfluss durch die südkoreanische Regierung immer noch spürbar. Der Sender wird zwar unabhängig gemanagt, doch der Präsident von KBS wird zum Beispiel von der südkoreanischen Präsidentin ausgewählt. Kurzer Abschwenker: Anno 2011- bei der Wahl von Roger de Weck zum Generaldirektor der SRG, hatte ein gewisser Moritz „äää“ Leuenberger auch einen Einfluss auf das Auswahlverfahren. Er konnte damals seine Wünsche punkto Anforderungsprofil des Kandidaten deponieren.

Im koreanischen Fernsehen werden sehr viele Soaps (Serien) ausgestrahlt. Diese finden nicht nur im lokalen Markt anklang. Sie erfreuen sich auch im Ausland, insbesondere in China, grosser Beliebtheit. Man spricht gar von der koreanischen Welle.

Hier ein kurzer Video Beitrag dazu (englisch):

Pressefreiheit

Neben dem Fernsehen gibt es rund 100 nationale sowie lokale Tageszeitungen. Die Presse ist der Regierung gegenüber oft kritisch gestimmt. Dies ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass sich die Zeitungshäuser oft in Besitz von industriellen Konglomeraten befinden. Allgemein sagt man, das Südkorea eines der wenigen asiatischen Länder sei, wo der Presse-Pluralimus noch gegeben ist. Ob dies wirklich der Wahrheit entspricht, möchte ich versuchen herauszufinden.

Digitale Revolution 

Südkorea ist einer der Leader, wenn nicht „der Leader“ in Sachen digitale Revolution. High-Speed Internet und Wireless Internet sind überall zu finden. Rund 98% der Einwohner waren im 2014 „online“, tendenz steigend. Hier ein kurzer internationaler Vergleich, inkl. der Schweiz.

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Quelle BFS: http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/16/04/key/approche_globale.indicator.30109.301.html?open=2#2

Social Media

Twitter ist ein beliebtes Medium für politische Kampagnen und Debatten. Gemäss einer Studie wird Twitter in Südkorea z.B. doppelt so oft genutzt, wie der weltweite Durchschnitt. Zudem hat Südkorea, nach China, die zweitgrösste blogging community der Welt.

Big Challenge

Ich werde nun versuchen, in den folgenden Wochen und Monaten, das südkoreanische Mediensystem genauer zu betrachten. Es gilt dabei verschiedene Blickwinkel einzunehmen um eventuelle Verstrickungen zwischen Politik und Medien aufzudecken. Ich bin mir allerdings bewusst, dass dies eine grosse Herausforderung sein wird. Denn ausser in koreanisch, ist nicht sehr viel Info-Material vorhanden. Ich gebe mein Bestes und halte euch auf dem laufenden!

5 Wochen in Seoul, die Bilanz – Rückblick und Ausblick

Liebe Blogleser,

Für mich ist es nach genau 5 Wochen in Seoul an der Zeit, das Geschehene Revue passieren zu lassen und ebenso schon einen kleinen Ausblick in die Zukunft zu wagen. Doch beginnen wir von vorne, sprich am Samstag, 29. August.

Vor exakt fünf Wochen also stand ich mit zwei vollgepackten Koffern vor dem Studentenwohnheim. Nach dem Flug und einer langen Taxifahrt war ich total übermüdet, jede Faser meines Körpers schrie nach einer heissen Dusche und einem warmen Bett. Was ich dann jedoch in meinem Zimmer vorfand, war alles andere als zufriedenstellend, um es einmal milde auszudrücken. Das Zimmer war klein und schmutzig und auch die Grösse des Bettes war nicht unbedingt auf die Körpermasse eines „Europäers“ zugeschnitten. Nachdem ich mir dann das Nötigste im Supermarkt besorgt hatte, inkl. Toilettenpapier, konnte ich doch noch einige Stunden schlafen. Auch wenn es ohne jegliche Betwäsche nicht sehr angenehm war. Meine Gefühlslage war etwa so :„Ich bin ein Student, holt mich hier raus!“.

Glücklicherweise wandte sich dann aber alles schnell zum Guten. Schon am Montag hatte ich eine private Unterkunft gefunden, welche ich mit meinem französischen Mitbewohner teile. Wir haben den Haushalt mittlerweile gut im Griff und ergänzen uns gut, wenn es um Einkäufe oder „putztechnische“ Angelegenheiten geht. Wir gestalten auch viele Freizeitaktivitäten zusammen. Wie waren z.B. kürzlich zusammen im Seoraksan National Park. Hier nochmals die Bilder dazu.

Neben dem Wandern konnte ich auch sonst viel Sport treiben. Ich gehe regelmässig ins Fitness auf dem Campus und zwischendurch kann ich sogar Tennis spielen. Der Tennisplatz ist wirklich unglaublich cool, er befindet sich in einem alten Amphittheater. Doch wo sind nur die Zuschauer geblieben? 

An der Universität nimmt zur Zeit noch alles seinen gewohnten Gang. Obwohl zwischen meiner Heim-Fachhochschule und der HUFS grosse Unterschiede bestehen, konnte ich mich bisher gut an die neuen Gegebenheiten anpassen. Dieses Wochenende musste ich ziemlich viel büffeln, da ich die nächste Woche zwei Präsentationen halten muss. Eine Präsentation im Fach „International Relations of Asia“ über das Thema „Japan Foreign Economic Policies“ und die zweite Präsi im Fach „Broadcast Media, Contents & User“, dort werde ich über westliche Nachrichtensendungen referieren und sie mit asiatischen Nachrichten vergleichen. Nebst den zwei Präsentation muss ich im Fach „Organizational Behavior“ noch eine schriftliche Arbeit (4-5 Seiten ) abgeben.

Btw…für alle die, welche sich für meinen Stundenplan interessieren, der sieht so aus:

Montag: 15:00 – 18:00 International Relations of Asia

Dienstag: 12:00 – 15:00 Organizational Behavior

Mittwoch : 09:00 – 12: 00 Broadcast Media, Contents & User / 12:00 – 15:00 Research Methodology of Communication

Donnerstag: keine Kurse

Freitag: keine Kurse

Für alle die jetzt denken: „Wow, das ist aber ein langes Wochenende!“ Ok ich gebe euch recht, aber……………es ist nicht so, dass ich hier auf der faulen Haut herum liege. Ich muss von Woche zu Woche in jedem Fach sehr viel Theorie nachlesen und die Lektionen vorbereiten. Der Lesestoff ist meist auch keine leichte Kost. Teilweise handelt es sich um wissenschaftliche Artikel auf sehr hochstehendem Niveau. Dies natürlich alles in englischer Sprache. Google Translator lässt grüssen!

Die Zeit hier ist aber sehr spannend und es ist dauernd etwas los. Seoul ist eine unglaublich faszinierende und pulsierende Stadt, so spannend wie das gesamte Land. Die Wirtschaft boomt, wie beinahe überall auf dem asiatischen Kontinent. Dies war ja auch einer der Gründe, warum ich mich für Seoul entschieden hatte.

Jetzt habe ich genug in der Vergangenheit herum geschwelgt, ich möchte noch einen kurzen Ausblick auf die kommenden Wochen/Monate wagen. In 3 Wochen stehen die ersten grossen Prüfungen an, die „Midterms“. Dort werde ich schliesslich erfahren, ob ich bisher genug gebüffelt habe und ob ich, die mit einem grossen asiatischen Akzent behafteten Professoren, auch immer richtig verstanden habe. Nach den Midterms möchte ich unbedingt die Grenze zu Nordkorea besuchen. Man kann die Grenze ja bekanntlich nicht überschreiten, doch nur schon nahe bei Onkel Kim zu sein, stelle ich mir ziemlich eindrücklich vor. Wenn es mir die Zeit sowie das Budget erlaubt, möchte ich auch noch einen Kurztrip nach Japan unternehmen.

Eigentlich sollte ich auf diesem Blog auch das südkoreanische Mediensystem analysieren, bzw. darüber berichten. Wenn ihr bisher all meine Blogeinträge gelesen habt, ist euch vielleicht aufgefallen, dass dies bisher ausgeblieben ist. Das Problem bisher war es, dass ich keine englisch- oder deutschsprachige Literatur dazu finden konnte. Ich bin daran das „Problem“ zu lösen und werde euch weiter auf dem Laufenden halten.

Ich wünsche euch noch ein schönes Wochenende!

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Auslandssemester in Seoul

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