Archiv der Kategorie: Persönliches

Endspurt!

Liebe Blogleser,

Nach einer Woche „akademisch“ bedingter Abwesenheit, melde ich mich zurück. Die letzten sieben Tage waren geprägt von viel Stress und einigen unfreiwilligen Nachtschichten. Die Professoren hier lieben es, uns von Woche zu Woche mit neuen Case-Studies und Präsentationsvorbereitungen herauszufordern. So kam es, dass ich gerade eben meinte zweite Präsentation diese Woche halten durfte. Dauer 45min+ Q&A, dies alles alleine. Vorausgegangen war schweisstreibende, kopfzerbrechende Knochenarbeit um einen Harvard Business Case zu analysieren. Dies war bereits mein …zigster Harvard Business Case. Scheint hier wirklich populär zu sein!

Am 19. Dezember werde ich mit der Lufthansa in meine geliebte Schweiz zurückkehren. In Stein gemeisselt ist dies aber auch nicht. Kürzlich veröffentlichte Studien zeigen nämlich, dass die Wahrscheinlichkeit von einen Lufthansa-Streik betroffen zu sein, bei 27,24% liegen… 😉

Die Piloten der Lufthansa streiken erneut.

Es liegen also noch rund zwei Wochen vor mir! In dieser Zeit muss ich noch zwei Research-Paper abgeben und drei schriftliche Prüfungen schreiben. Klingt nach viel Stress, wird auch so sein! Trotzdem werde ich versuchen die restliche Zeit zu geniessen.

Was steht noch an? Nun ich habe es bisher immer noch nicht geschafft die DMZ, bzw. die Grenze zu Nordkorea zu besuchen. Dies steht definitiv noch auf meiner must-do Liste. Für einen Abstecher nach Japan wird es leider nicht mehr reichen, werde ich aber sicher zu einem späteren Zeitpunkt nachholen.

So genug geschrieben, jetzt brauch ich erst mal einen Kaffee, dann widme ich mich dem Research-Paper…

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5 Wochen in Seoul, die Bilanz – Rückblick und Ausblick

Liebe Blogleser,

Für mich ist es nach genau 5 Wochen in Seoul an der Zeit, das Geschehene Revue passieren zu lassen und ebenso schon einen kleinen Ausblick in die Zukunft zu wagen. Doch beginnen wir von vorne, sprich am Samstag, 29. August.

Vor exakt fünf Wochen also stand ich mit zwei vollgepackten Koffern vor dem Studentenwohnheim. Nach dem Flug und einer langen Taxifahrt war ich total übermüdet, jede Faser meines Körpers schrie nach einer heissen Dusche und einem warmen Bett. Was ich dann jedoch in meinem Zimmer vorfand, war alles andere als zufriedenstellend, um es einmal milde auszudrücken. Das Zimmer war klein und schmutzig und auch die Grösse des Bettes war nicht unbedingt auf die Körpermasse eines „Europäers“ zugeschnitten. Nachdem ich mir dann das Nötigste im Supermarkt besorgt hatte, inkl. Toilettenpapier, konnte ich doch noch einige Stunden schlafen. Auch wenn es ohne jegliche Betwäsche nicht sehr angenehm war. Meine Gefühlslage war etwa so :„Ich bin ein Student, holt mich hier raus!“.

Glücklicherweise wandte sich dann aber alles schnell zum Guten. Schon am Montag hatte ich eine private Unterkunft gefunden, welche ich mit meinem französischen Mitbewohner teile. Wir haben den Haushalt mittlerweile gut im Griff und ergänzen uns gut, wenn es um Einkäufe oder „putztechnische“ Angelegenheiten geht. Wir gestalten auch viele Freizeitaktivitäten zusammen. Wie waren z.B. kürzlich zusammen im Seoraksan National Park. Hier nochmals die Bilder dazu.

Neben dem Wandern konnte ich auch sonst viel Sport treiben. Ich gehe regelmässig ins Fitness auf dem Campus und zwischendurch kann ich sogar Tennis spielen. Der Tennisplatz ist wirklich unglaublich cool, er befindet sich in einem alten Amphittheater. Doch wo sind nur die Zuschauer geblieben? 

An der Universität nimmt zur Zeit noch alles seinen gewohnten Gang. Obwohl zwischen meiner Heim-Fachhochschule und der HUFS grosse Unterschiede bestehen, konnte ich mich bisher gut an die neuen Gegebenheiten anpassen. Dieses Wochenende musste ich ziemlich viel büffeln, da ich die nächste Woche zwei Präsentationen halten muss. Eine Präsentation im Fach „International Relations of Asia“ über das Thema „Japan Foreign Economic Policies“ und die zweite Präsi im Fach „Broadcast Media, Contents & User“, dort werde ich über westliche Nachrichtensendungen referieren und sie mit asiatischen Nachrichten vergleichen. Nebst den zwei Präsentation muss ich im Fach „Organizational Behavior“ noch eine schriftliche Arbeit (4-5 Seiten ) abgeben.

Btw…für alle die, welche sich für meinen Stundenplan interessieren, der sieht so aus:

Montag: 15:00 – 18:00 International Relations of Asia

Dienstag: 12:00 – 15:00 Organizational Behavior

Mittwoch : 09:00 – 12: 00 Broadcast Media, Contents & User / 12:00 – 15:00 Research Methodology of Communication

Donnerstag: keine Kurse

Freitag: keine Kurse

Für alle die jetzt denken: „Wow, das ist aber ein langes Wochenende!“ Ok ich gebe euch recht, aber……………es ist nicht so, dass ich hier auf der faulen Haut herum liege. Ich muss von Woche zu Woche in jedem Fach sehr viel Theorie nachlesen und die Lektionen vorbereiten. Der Lesestoff ist meist auch keine leichte Kost. Teilweise handelt es sich um wissenschaftliche Artikel auf sehr hochstehendem Niveau. Dies natürlich alles in englischer Sprache. Google Translator lässt grüssen!

Die Zeit hier ist aber sehr spannend und es ist dauernd etwas los. Seoul ist eine unglaublich faszinierende und pulsierende Stadt, so spannend wie das gesamte Land. Die Wirtschaft boomt, wie beinahe überall auf dem asiatischen Kontinent. Dies war ja auch einer der Gründe, warum ich mich für Seoul entschieden hatte.

Jetzt habe ich genug in der Vergangenheit herum geschwelgt, ich möchte noch einen kurzen Ausblick auf die kommenden Wochen/Monate wagen. In 3 Wochen stehen die ersten grossen Prüfungen an, die „Midterms“. Dort werde ich schliesslich erfahren, ob ich bisher genug gebüffelt habe und ob ich, die mit einem grossen asiatischen Akzent behafteten Professoren, auch immer richtig verstanden habe. Nach den Midterms möchte ich unbedingt die Grenze zu Nordkorea besuchen. Man kann die Grenze ja bekanntlich nicht überschreiten, doch nur schon nahe bei Onkel Kim zu sein, stelle ich mir ziemlich eindrücklich vor. Wenn es mir die Zeit sowie das Budget erlaubt, möchte ich auch noch einen Kurztrip nach Japan unternehmen.

Eigentlich sollte ich auf diesem Blog auch das südkoreanische Mediensystem analysieren, bzw. darüber berichten. Wenn ihr bisher all meine Blogeinträge gelesen habt, ist euch vielleicht aufgefallen, dass dies bisher ausgeblieben ist. Das Problem bisher war es, dass ich keine englisch- oder deutschsprachige Literatur dazu finden konnte. Ich bin daran das „Problem“ zu lösen und werde euch weiter auf dem Laufenden halten.

Ich wünsche euch noch ein schönes Wochenende!

Warum Asien, warum Seoul?

Warum Asien, warum Seoul?

Diese Frage wurde mir bestimmt schon ein Dutzend Mal gestellt. Nachdem ich mich oft selber dabei erwischt habe auf diese Frage sehr generelle Antworten zu geben, ist es nun an der Zeit mich vertieft damit auseinanderzusetzen. Schliesslich werde ich einen Drittel dieses Jahres auf diesem Kontinent, bzw. in dieser Stadt verbringen. Was sind also die Gründe warum es mich an diesen Ort, rund 9000km von der Heimat entfernt, verschlagen hat?

Zahlen die beeindrucken

Die Wichtigkeit von Asien in der Weltwirtschaft und dem internationalen Parkett lässt sich durch einige Indikatoren auf beindruckende Weise darstellen. Der grösste Kontinent der Erde beherbergt rund 58% der gesamten Menschheit, dies sind 3.5 Milliarden Menschen. Zudem ist Asien zum Leader in den Bereichen Innovation und Technologischer Fortschritt avanciert. China, Indien, Japan, SÜD KOREA, Singapur und Thailand haben ein unglaublich hohes Budget für wissenschaftliche Investitionen. Dagegen wirken die Ausgaben im „Westen“ fast schon winzig. (Quelle : International Relations in Asia, David Shambaugh)

Asien, insbesondere China, wird in einigen Jahren die USA als „Supermacht“ endgültig ablösen. Hierzu ein interessantes Video-Interview der NZZ.

Wenn man also die asiatische Kultur, die politischen sowie die wirtschaftlichen Gegebenheiten etwas kennt, hat man zukünftig sicher einen Vorteil. Dies ist unter anderem ein Grund, warum ich zurzeit in Seoul studiere.

Seoul – zwischen Tradition und Moderne

Seoul ist eine unglaublich spannende Stadt. Mit 23,480 Mio Einwohner belegt sie den 5. Rang der grössten Metrolpolregionen weltweit. Die Infrastruktur der Stadt gleicht anderen pulsierenden Millionenmetropolen, wie z.B. New York City. Wolkenkratzer zeichnen die modern anmutende Skyline der Stadt und in der Metro wimmelt es nur so von Menschen. Bekannte internationale Unternehmen, wie z.B. Samsung, haben hier ihren Hauptsitz. Trotz dieser Ähnlichkeit zur westlichen Hemisphäre bietet Seoul auch eine grosse Anzahl von historischen Palästen und Tempeln. Gestern habe ich den Gyeongbokgung Palast besichtigt. Eine wunderschöne historische Stätte inmitten von Wolkenkratzern. Für alle die mehr über den Palast wissen wollen, hier gehts zum Wikipedia Eintrag. Wer dann immer noch nicht genug hat, hier noch ein Video-Beitrag.

Gyeongbokgung Palast und im Hintergrund das Hauptquartier von Microsoft
Gegensätze : Gyeongbokgung Palast und im Hintergrund das Hauptquartier von Microsoft

Studiengebühren und Lebensunterhalt – Olé!

Auch diesen Punkt möchte ich erwähnen. Ich muss aber gleich von Anfang an klar betonen, dass ich auch nach Seoul gegangen wäre, wenn das Preisniveau hier höher wäre. Es ist einfach eine sehr angenehme Begleiterscheinung! Die Studiengebühren betragen ca. 1/3 derjenigen in der Schweiz und der Lebensunterhalt ist auch sehr günstig. Um euch den Preisunterschied besser zu veranschaulichen, mache ich einen sehr einfachen Vergleich. Das Big Mac Menü (Medium) in der Schweiz kosten CHF 13. Hier in Seoul umgerechnet gerade mal CHF 4.50. Alle die mich kennen wissen, dass ich ein MAC-Liebhaber der ersten Stunde bin. Somit konnte ich mir diese kurze Schleichwerbung für das beste „Restaurant“ der Welt nicht verkneifen. An dieser Stelle ein grosses SORRY an alle Vegetarier, Veganer, Frutarier und was es sonst noch alles gibt und auch ganz liebe Grüsse an mein ehemaliges Arbeitsteam in der Publicitas, insbesondere an meine „McDonalds-Gang“ ! 🙂

Challenge accepted!

Ich habe in den vergangen Jahren schon einige asiatische Länder bereist. Da ich aber nie mehr als einige Wochen an einem Ort verbracht hatte, musste ich mich nie total an die lokalen Gegebenheiten anpassen. Ich werde dieses Mal aber rund 4 Monate in einer fremden Kultur verbringen. Auch der Studienalltag gestaltet sich total unterschiedlich. Der Unterrichtsstil, die Professoren und die Prüfungen sind nicht mit der Schweiz vergleichbar. Hier läuft eben alles ein bisschen anders, doch ich nehme die Herausforderung gerne an und hoffe mich dadurch persönlich weiterzuentwickeln.

Ich bin ein Student, holt mich hier raus!

Hallo zusammen,

Ich habe eine turbulente erste Woche hinter mir, doch beginnen wir von vorne…

Wie ich in meinem letzten Beitrag schon erwähnt hatte, glich mein Zimmer im Studentenwohnheim dem Gelände der Swissminiatur. Neben dem nicht vorhandenen Platz, machten mir auch die in Stein gemeisselten „Gebote“, sprich die sehr strengen Hausregeln zu schaffen. Ich möchte an dieser Stelle nicht alle erwähnen, doch um es auch für euch ein wenig anschaulich zu machen, hier meine            „Top 3“ Regeln:

Regel 1: An Wochentagen muss man spätestens um 24.00 Uhr im Wohnheim sein. Kommt man zu spät oder gar nicht zurück, wird dies mit Strafpunkten sanktioniert. Am Wochenende gilt beinahe dieselbe Regel. Man darf aber (grosszügigerweise) bis 01.00 Uhr draussen bleiben.

Regel 2: Man darf 5 Nächte pro Monat auswärts verbringen. Man muss dies jedoch, mit einem Spezialformular, beantragen.

Regel 3: Es finden regelmässig unangekündigte Zimmerkontrollen statt. Ist das Zimmer nicht sauber genug oder sind die persönlichen Gegenstände nicht ordnungsgemäss platziert, bekommt man auch Strafpunkte.

Was sind nun die Konsequenzen, wenn man sich Strafpunkte einfängt? Ganz einfach. Hat man die Grenze von 20 Punkten überschritten, wird man aus dem Wohnheim geschmissen! Ohne Pardon!

Meine Gefühlslage
Meine Gefühlslage

Es gibt bestimmt einige die nun denken, was für ein armer Kerl ich eigentlich bin…. Vielen Dank für das Mitleid! Ich kann euch aber beruhigen. Ich habe nur 2 Nächte im Gefängnis…ähmmm sorry meine Wohnheim verbracht 🙂 Mein Leben hier nahm eine entscheidende Wende (ok so schlimm war’s nun auch nicht), als ich zufälligerweise eine Nachricht auf Facebook erblickte. Es war die Nachricht eines 24-jährigen Franzosen namens Bastien, der verzweifelt einen Mitbewohner für seine Mietwohnung ausserhalb des Campus suchte. Ich schrieb ihn sofort an und bekundete mein Interesse. Schliesslich konnte ich noch am gleichen Tag aus dem Wohnheim ausziehen und dies ohne eine Strafe oder Ähnliches bezahlen zu müssen.

Nun lebe ich also ausserhalb des Campus in einer privaten Mietwohnung. Der Vermieter ist ein relativ junger Koreaner namens Jin. Die Miete beträgt umgerechnet rund CHF 360 pro Monat und die Wohnung bietet alles, was man zum Leben braucht. Vor allem aber mehr Platz und persönliche Freiheiten als im Wohnheim! Doch macht euch doch selbst ein Bild, hier einige Fotos:

Mein Zimmer
Mein Zimmer
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Wohnzimmer&Küche
Badezimmer mit Waschmaschine
Badezimmer mit Waschmaschine

Ich bin wirklich erleichtert, dass ich in so kurzer Zeit noch eine neue Bleibe gefunden habe. Der Vermieter ist sehr hilfsbereit und er zeigt uns viele coole Locations. Wir hatten diese Woche z.B. ein typisch koreanisches Barbecue, inkl. einer kleinen Feuershow-Einlage.

Zu meinen Kursen an der Uni kann ich noch nicht viel berichten. Es war eine Art Einführungswoche, der eigentliche Unterricht beginnt erst ab morgen. Was ich jedoch definitiv schon weiss ist, dass ich jeweils ein langes Wochenende haben werde. Denn am Donnerstag und Freitag habe ich jeweils keine Vorlesungen. Wer jetzt denkt, dass ich hier nur auf der faulen Haut herumliegen werde,  der hat weit gefehlt! Das koreanische Bildungssystem ist sehr hart und kompetitiv! Ich werde diese Zeit nutzen um die Lektionen vorzubereiten und natürlich auch einige Stunden meinem Blog widmen. In diesem Sinne bis bald!

Hallo miteinander!

Liebe Leserinnen, liebe Leser

Ich möchte euch ganz herzlich auf meinem Blog – HWZ meets Korea – willkommen heissen!

Ab Ende August berichte ich hier wöchentlich über meine Erlebnisse in Südkorea. Ich werde dort ein Auslandssemester  an der Hankuk University of Foreign Studies (Seoul) absolvieren.

Der Blog beinhaltet die folgenden Themenbereiche:

  • Persönliches
  • Universität
  • Land & Leben
  • Freizeit
  • Medien in Südkorea*

*  Auf diesen Punkt werde ich, als Kommunikations-Student, besonders vertieft eingehen.


Zu meiner Person:

Name:                Patrick Nadig

Wohnort:           Dällikon (ZH)

Alter:                  29

Beruf:                sales support / Student an der HWZ

Interessen:        Tennis, Fussball, Reisen, Kommunikation


Über Feedback und Anregungen freue ich mich sehr. Hier meine Kontaktdaten:

E-Mail: patrick.nadig@gmail.com

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Und nun wünsche ich viel Spass beim Lesen!